Die St. Nikolaikirche zu Kalkar

Der Deutsche Kunstverlag gibt die Schriftenreihe der DKV-Kunstführer heraus. Dies hier ist deren Nummer 602. Er beschreibt eine historische katholische Kirche aus dem niederrheinischen Ort Kalkar.

Das Heft enthält viele großformatige Farbfotos. Sie sind in der Regel auf den Seiten mit den ungeraden Ziffern enthalten.

Der umfangreiche Textteil beschreibt die Geschichte Kalkars als Ort die Geschichte der Kirche und ihre Ausstattung. Die Architektur kommt hier nicht so sehr zum Zuge – dies ist insofern verwundertlich, weil in Kunstführern oft auch darauf eingegangen wird.

Hier liegt im guten Sinne eine Kunstführer vor. Er stellt eine Kirche vor, die in der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt ist.


Kategorie: Kunst, Musik und Literatur
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

Die Schwanenburg Kleve

Die Schwanenburg ist eines der zentralen historischen Gebäude der niederrheinischen Stadt Kleve. Sie ist Ritterburg genauso wie Ort für Sagen und Wagner`scher Opern.

Das hier vorliegende Heft ist die Nummer 375 aus der Schriftenreihe „Große Baudenkmäler“. Sie stellt im Wesentlichen allgemeine und Baugeschichte sowie Architektur der Schwanenburg vor; die Innenausstattung bleibt außen vor – in dieser Hinsicht unterscheidet sich das Heft von anderen Ausgaben.

Diverse Zeichnungen sowie großformatige Farb- und Schwarzweißfotographien ergänzen und unterstützen den Textteil.

Ohne behaupten zu wollen, daß es schlecht wäre, ist ein solches Heft doch eher für nüchterne, fakteninteressierte Leser geeignet. Wer eher an informativer Unterhaltung interessiert, wird zu anderer Literatur greifen müssen.


Kategorie: Volkskunde und Brauchtum
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

Lagergebäude Guttehoffnungshütte in Oberhausen

Der Deutsche Kunstverlag gibt die Schriftenreihe der „DKV-Kunstführer“ heraus. Hier liegt deren Nummer 608/2 vor. Sie beschreibt mal keine Museum, Schloß oder Kirche. Stattdessen steht ein Industriedenkmal im Vordergrund.

Das Heft beschreibt die Geschichte, Architektur und Nutzung des Gebäudes und ist mit diversen Fotos ausgestattet. In dieser Hinsicht unterscheidet es sich nicht von so vielen anderen Kunstführern, die auch in anderen, vergleichbaren Verlagen erschienen sind.

Bemerkenswert sind andere Sachen. So wird beispielsweise der Architekt genauer vorgestellt. Und: Es wird ein Gebäude vorgestellt, das bedeutsam für die Industriearchitektur des Ruhrgebietes ist, ohne daß es sich hierbei um eine Produktionsstätte, sondern vielmehr um ein Verwaltungsgebäude handelt.

Allein schon unter diesen Gesichtspunkten unterscheidet sich das Heft von anderen DKV-Kunstführer und bewegt sich auf demselben hohen Niveau, was die Ausführungen anbelangt.


Kategorie: Dokumentation
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

Altes Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop

Waltrop ist eine Stadt am nördlichen Rand des Ruhrgebietes. Das Schiffshebewerk Henrichenburg ist dort eines der wenigen Ausflugsziele. Der DKV-Kunstführer Nr. 599/2 stellt es vor. Da das Heft dem gewohnten Niveau dieser Schriftenreihe entspricht, soll an dieser Stelle nicht sehr intensiv darauf eingegangen werden. Es stellt die Geschichte der Einrichtung und ihre historische Bedeutung, die technische Ausstattung sowie die örtliche Architektur vor. Auch hinsichtlich der Ausstattung mit Bildmaterial entspricht das Heft dem Niveau, das der geneigte Leser aus anderen Heften des prominenten süddeutschen Verlages gewohnt ist.


Kategorie: Dokumentation
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

Schloß Raesfeld

Ort und Schloß Raesfeld liegen im westlichen Münsterland. Im täglichen Leben (beispielsweise in der medialen Berichterstattung) sind beide Orte so ziemlich unbekannt.

Hier liegt der DKV-Kunstführer Nr. 587/1 vor. Wie aus vergleichbaren Kunstführern nicht anders gewohnt, stellt er allgemeine und Baugeschichte, Architektur sowie Innenausstattung vor. Was Inhalt und Ausstattung (auch mit Farbfotographien) anbelangt, entspricht das Heft dem Niveau, das wir aus der Schriftenreihe gewohnt sind.

Es ehrt den Verlag, dieses unbekannte historische Gebäude in einem eigenständigen Kunstführer vorzustellen. Immerhin will und soll ein solches Heft ja auch verkauft werden.


Kategorie: Dokumentation
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

St. Adelgundis in Emmerich am Rhein

St. Aldegundis in Emmerich am Rhein; Deutscher Kunstverlag München 2007; 24 Seiten; ISBN: 978-3-422-02103-7

St. Aldegundiskirche heißt eine katholische Kirche in Emmerich. Das Gebäude, das wir heute kennen, wurde in den Jahren 1449–1514 gebaut. Es trat an die Stelle der durch Brand zerstörten alten Pfarrkirche. Nach den Zerstörungen in Emmerich im Zweiten Weltkrieg wurde sie weitgehend in den alten Formen wiederaufgebaut. “

Die Emmericher Pfarrkirche präsentiert sich heute als architektonische Sonderform, und zwar als Stufenhalle. Der Außenbau ist von dem Rot des Ziegelmauerwerks und dem quadratischen Westturm aus Tuff geprägt. Im Inneren tragen ebenfalls aus Formziegeln gemauerte Pfeiler die Arkaden zwischen den Seitenschiffen. Durch die weißen Wände und viele teils klar verglaste Fenster wirkt der Raum dennoch hell. Zum Inventar der Kirche gehören eine Vielzahl gotischer Heiligenfiguren aus Holz und eine Kopie des Columba-Altars Rogier van der Weydens,“ stellt der Verlag sein Produkt auf seinem Internetauftritt vor.

Und vergißt dabei doch tatsächlich, den Autoren namentlich zu benennen.


Kategorie: Dokumentation
Verlag: Deutscher Kunstverlag München

Egbert Lammers

Egbert Lammers (1908 – 1996) ist ein Künstler aus Berlin, der sich als Glasmaler einen Namen machte und als solcher auch in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Am Niederrhein (Oberhausen, Krefeld, Düsseldorf, Dinslaken, Kalkar), im Ruhrgebiet (Bochum / Wattenscheid, Dortmund, Bottrop, Gladbeck, Duisburg, Hagen) und in Westfalen (Unna, Coesfeld, Paderborn, Bad Driburg) gibt es viele seiner Arbeiten zu sehen; Berlin, Köln, Hannover und Hamburg seien ebenfalls erwähnt.

Das vorliegende Buch gibt die „Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn“ wieder. Dementsprechend kulturwissenschaftlich ist das Buch auch eingeordnet.

Es gibt eine Übersicht über sein künstlerisches Schaffen (= Werkverzeichnis) genauso wie beispielsweise biographische Daten, eine Übersicht über seine Ausstellungen, Quellenmaterial und – am wichtigsten – eine eigenständige wissenschaftliche Beschäftigung mit dem außerhalb der Fachwelt unbekannten Künstler.

Auf einer beigefügten CD-Rom ist Bildmaterial beigefügt, so daß der interessierte Leser Lammers auch optisch-visuell kennenlernen kann.

Gierczynski ist Jahrgang 1964. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Neueren Deutschen Literatur und Klassischen Archäologie in Frankfurt / Main, Marburg und Bonn hat sie 2002 mit der hier vorliegenden Dissertation abgeschlossen. Seit 2003 arbeitet sie als freiberufliche Kuratorin.

Wie eine Dissertation unter literaturkritischen Gesichtspunkten beurteilen? Zumal das Thema (hier: der Künstler) ziemlich unbekannt ist. „Gut, daß es das Buch gibt.“ könnte ein erster Einstieg lauten. Hier wird jemand der Vergessenheit entrissen, der schon kurze Zeit nach seinem Ableben kaum noch bekannt ist.

Wer einen Zugang zu Glaskusnt und wissenschaftlichem Formulieren hat, hält mit diesem Buch sicherlich ein gelungenes Werk in den Händen. Die Ausführungen sind so gehalten, daß ihnen auch ein interessierter wissenschaftlicher Laie folgen kann. Wer im Ruhrgebiet und am Niederrhein wohnt, wird sich sogar die Freude (von Mühe wollen wir hier nicht reden) machen können, die Glaskunst im Original betrachen zu können.


Kategorie: Biographien, Memoiren, Briefe
Verlag: Deutscher Kunstverlag München