Heimat: Moabit

Tarantino-like wird diese Moabit-Geschichte aus dem Kommissar-Gereon-Rath-Universum im verruchten Berlin der 1920er aus drei Perspektiven erzählt: aus der von Adolf I. (Winkler) von Moabit, dem Schränker, der des Gefängniswärters und der seiner Tochter, Charlotte „Lotte Charly“ Ritter, auch bekannt als die Freundin des Kriminalkommissars. Adolf Winkler gehört dem Ringverein Berolina an und wird kurz vor seiner Entlassung Opfer eines Mordanschlages. Er gehört noch zur alten Garde der Kriminellen und hat ein gewissey Ganovenehrgefühl: „Dass die Berolina niemals mit Zuhältern und Drogenhändlern zusammenarbeiten wird. Dass ihr, wenn der Venuskeller so gut läuft, eben das Schutzgeld verdoppeln müsst.“, ordnet er aus dem Knast heraus seinen Berolina-Ringbrüdern an. Aber auch er ist ein Auslaufmodell, so wie man es aus einigen Mafiafilmen kennt, die ebenfalls von der Ehrhaftigkeit der ersten Generation der „ehrenwerten Gesellschaft“ überzeugt sind.

Babylon Berlin

„Fällst in die Finsternis, die so gnädig lockt und dir Erlösung von allen Schmerzen und Sorgen verspricht.“, räsoniert Winkler und will nichts von Marlow, dem „Dr. M.“, der mit Kokain und Morphium handelt, wissen will. „Berolina macht keine Geschäfte mit Drogenhändlern“, beharrt Adolf I. und die drei Jahre in Moabit hat er gerne für die Berolina abgesessen. Aber auch der „Wächter“, Ritter, ist ein Gefangener. Er wohnt im Anbau am Gefängnis  und fühlt sich jeden morgen als „träte ich meine Strafe an sobald ich meinen Arbeitsplatz betrete (…) und wir Wärter sehen in unserer Schicht den Himmel kaum öfter als die Gefangenen“. Sein Kollege Kleinschmidt hat ein lachses Verständnis der Dienstvorschriften und so dürfte es auch kein Zufall sein, dass der grad aufs Klo muss, als Winkler am Gefängniskorridor überfallen wird.

Sex and Crime

Kat Menschiks letzte Literaturillustration 2018

„Ich habe noch nie viel erzählt. So gut es geht versuche ich, die kalte brutale Welt des Gefängnisses nicht mit nach Hause zu nehmen, in die Nähe meiner Familie zu lassen“, was gar nicht so einfach ist mit einer Dienstwohnung die direkt an die Gefängnismauer grenzt. Und so wird unweigerlich auch seine Tochter in die düstere Welt des Verbrechens mit hineingezogen. Aber sie hat noch die Wahl auf welcher Seite sie stehen möchte: auf der des Gesetzes oder der der Gesetzesbrecher. „Knastlotte“, wie sie von ihrer reichen Freundin Greta scherzhaft genannt wird – weil sie ja beim Gefängnis wohnt – schleicht sich nächtens gerne davon, geht tanzen, studiert tagsüber. Und eines Nachts beobachtet sie eine Szene, die ihr Leben verändern wird: „Eine neue Wirklichkeitszusammensetzung, eine gnadenlose unerbittliche Wirklichkeit die es nicht juckt, wenn man sie nicht wahrhaben will, die einfach nur da ist und verlangt, dass man es mit ihr aufnimmt.

Zwanziger Jahre

Das Graphic Design von Kat Menschik, die Werbeplakate und Werbeinserate aus alten Zeitungen, Porträts von Damen und Herren, Luxuartikel, einen Raben, die Gefängnismauer in knallbunten Farben abbildet, macht die vorliegende Geschichte nicht nur zu einem Leseabenteuer, sondern auch zu einem visuellen Genuss der Sonderklasse.

Kafka illustriert von Kat Menschik

Die Autoren:

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten. Die Reihe ist inzwischen in viele Sprachen übersetzt.

Das neueste Buch von Kat Menschik

Kat Menschik ist freie Illustratorin. Ihr Gartenbuch ‘Der goldene Grubber. Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr’ (2014) wurde zum fulminanten Dauerseller und unter die 25 schönsten Bücher des Jahres gewählt. Seit 2016 gestaltet Kat Menschik bei Galiani ihre eigene Buchreihe, in der zuletzt Volker Kutschers ‘Moabit’ (2017) und Edgar Allan Poes ‘Unheimliche Geschichten’ (2018) erschienen. Gemeinsam mit Tilman Spreckelsen veröffentlichte sie 2018 ‘Der Held im Pardelfell’.

Kat Menschik/Volker Kutscher:
Moabit
Illustrierte Buchreihe
Galiani-Berlin
88 Seiten, Leinen
ISBN 978-3-86971-155-3
2017
Deutschland  18,00 €/Österreich 18,50 €


Genre: Babylon Berlin, Krimi, Noir, Sex and Crime, Zwanziger
Illustrated by Galiani

Tod und Trauer

Texte zu Tod und Trauer: Beinahe als lapidar könnte man das Zitat von Gotthold Ephraim Lessing nennen, das Titel dieser Sammlung von Texten wurde, die sich explizit mit Trauernden und Hinterbliebenen beschäftigt, Menschen, die von einem schweren Schicksalsschlag und dem Verlust eines nahen Menschen getroffen wurden: „… und diese Erfahrung habe ich nun auch gemacht”.

Tod und Trauer in der Literatur

Natürlich ist das Zitat, das aus einem Brief Lessings an Johann Joachim Eschenberg, ein Understatement, denn wer wirklich von dem Verlust eines geliebten Menschen getroffen wurde, der findet oft nicht die richtigen Worte und schweigt lieber. Zu groß ist das Unbehagen, das sich beim Tod eines Angehörigen oder Freundes breit macht, ist man doch stets auch der eigenen Vergänglichkeit gemahnt. Aber trauern ist deswegen noch lange nicht egoistisch, denn wer sich die Zeit dafür nimmt, kann danach auch wieder andere beschenken. „Nach Hause gehen wir Geschwister zusammen“, schreibt etwa Marie Luise Kaschnitz in „Als meine Mutter starb“, „jedes von uns hat eine andere Mutter gehabt, nur die Schauplätze der Kindheit hatten wir gemeinsam, aber das ist vielj.“ Peter Weiss wiederum bezeichnet seine Eltern als „Portalfiguren“ und schreibt: „Die Trauer, die mich überkam, galt nicht ihnen, denn sie kannte ich kaum, die Trauer galt dem Versäumten, das meine Kindheit und Jugend mit gähnender Leere umgeben hatte.(…) Die Trauer galt dem Zuspät, das uns Geschwister am Grab überlagerte und das uns dann wieder auseinandertrieb, ein jedes in sein eigenes Dasein.“

Verlust und Vergebung

Auch Simone de Beauvoir macht sich Gedanken über den Verlust ihrer Mutter und ihres Mannes, Jean-Paul Sartre: „Hinter denen, die diese Welt verlassen, erlischt die Zeit; und je älter ich werde, desto mehr schrumpft meine Vergangenheit.“ Tröstend sind da viel eher die Worte von Hermann Hesse an die Familie Calw: „Oft habe ich die Empfindung ihrer Gegenwart und Liebe stärker als je zuvor zu ihren Lebzeiten.“ Das vorliegende Trostbuch für Trauernde mit Texten aus der Literatur zum Tod eines nahen Menschen, ist bei der edition momente erschienen.

Elisabeth Raabe u. Paul Raabe (Hg.)
“… und diese Erfahrung habe ich nun auch gemacht”
Texte zum Tod eines nahen Menschen
Neuausgabe
116 Seiten / Gebunden / Leseband
€ 18,- / sfr. 25.90
ISBN 978-3-0360-6002-6
edition momente


Genre: Ratgeber, Tod, Trauer, Verlust
Illustrated by edition momente

Russ Manning’s Tarzan

Russ Manning lehnte die Gestalt des Tarzan wieder mit Unterstützung von Bill Stout, Mike Royer und Dave Stevens so eng wie möglich an Burroughs’ Originalvision an. Gemeinsam schufen sie insgesamt 22 Geschichten für die Sonntagsbeilagen und 9 Abenteuer für Tageszeitungen. „Tarzan: Die kompletten Russ Manning Strips“ erschien beim Bocola Verlag in acht Bänden: Sämtliche Dailies und Sundays von 1967 bis 1979, wurden als restaurierte Nachdrucke der im Besitz des Edgar-Rice-Burroughs-Archivs befindlichen Proofs präsentiert. Mit vorliegendem achten Abschlussband kommt die Reihe zu einem fulminanten Ende.

Tarzan und Korak in Action

Burroughs und Manning waren sich gar nicht so unähnlich: beide hatten in der Armee gedient, beide waren Familienmenschen, liebten die Natur und waren abenteuerlustig und tierfreundlich, so setzt Henry G. Franke III sein in Band 7 begonnenes Vorwort fort. Mit dem Nachdruck sämtlicher Tarzan-Zeitungsstrips sei auch ein lang ersehnter Wunsch des Illustrators Manning erfüllt worden, denn die Hardcover Ausgabe seiner Werke bedeutet auch so etwas wie Respekt, das man seinem Werk nun entgegenbringt. Schließlich ist es doch ein Unterschied, ob man auf dem groben Papier von Tageszeitungen oder in einer so vornehmen Ausgabe wie dieser des Bocola Verlages veröffentlicht wird. Auch Dave Stevens klagt in seinem Beitrag, dass seine feinen Linien in der Reprografie der Zeitungen reine Zeitverschwendung gewesen wären. „Vergeude deine Zeit nicht mit schönen Originalen. Man sieht sie sowieso nicht“, habe ihm Russ Manning selbst ans herz gelegt. Aber mit der hier vorliegenden achtbändigen Bocola Ausgabe hält man nun doch so etwas wie ein Original in den Händen, das zur schönsten Zeitverschwendung der Welt beiträgt: Comics lesen.

Herzschmerz im Dschungel

In den hier vorliegenden letzten Abenteuern Tarzans aus Russ Mannings Feder begeben wir uns als Leser auf eine Reise ins moderne Afrika, aber auch in das vorzeitliche, von Sauriern bevölkerten Pal-ul-don. Tarzan kämpft im vorliegenden Abenteuer nicht nur gegen wildgewordene Bienen, Krokodile und den aufständischen General Fernandez, sondern auch gegen das Ried, in das seine Jane entführt wurde. Flugsaurier und schwarze Panther können dem Dschungelhelden nichts anhaben, wenn es darum geht, seine Liebste so schnell wie möglich zu retten. Für sie taucht er um sein Leben, tötet Riesenechsensaurier oder auch falsche Götter. Geschickt wird von Russ Manning aber auch eine Geschichte von Tarzans Sohn, Korak, in die vorliegende Geschichte eingewoben und so die Spannung zur Rettung Janes noch erhöht. Nur leider verliebt sich Korak unsterblich in eine Tempeldienerin und bedarf bald selbst der Hilfe seiner Eltern „Gut möglich! Aber es gibt einen untröstlichen jungen Mann, der gerade die Erfahrung macht, dass jemand der etwas begehrt und verdient, sein Ziel nicht zwangsläufig erreicht.

Eine wunderschöne Werkausgabe, die Russ Mannings Vermächtnis um die Comic-Kunst mit einer achtbändigen Hardcoverausgabe in bester Reproduktion würdigt.

 

Edgar Rice Burroughs Tarzan. Die kompletten Russ Manning Strips 1976 – 1979
Band 8. Abschlussband
(Sundays 2383 – 2519)
Hardcover-Querformat (29,8 x 22,8 cm),
152 Seiten, Farbe
Vorwort: Henry G. Franke III, Dave Stevens, Uwe Baumann
Übersetzung: Barbara Propach
ISBN 978-3-939625-78-0
24,90 EUR [D] / 25,60 EUR [A] / 35,50 sFr [CH]
Bocola Verlag

 

 

 


Genre: Abenteuer, Afrika, Comic, Kolonialismus
Illustrated by Bocola

Auf dem Jakobsweg

Paulo Coelho machte sich 1986 – also vor mehr als einem Vierteljahrhundert – selbst auf die Roata Compostela, den Jakobsweg, und schrieb danach darüber sein erstes Buch, das in einer neuen Taschenbuch deluxe Ausgabe beim Diogenes Verlag mit eigenem Notizbuch erschienen ist. Das Notizbuch ist ebenfalls mit Coelhos beliebten Kalendersprüchen versehen und lässt dennoch noch viel Platz für eigene Eintragungen, sollte man sich tatsächlich auch einmal auf den Weg machen wollen.

Das Schwert und die Zeit

Die insgesamt elf Exerzitien oder Rituale, die dem Ich-Erzähler in vorliegendem Buch von seinem geistigen Führer Petrus auf dem Jakobsweg empfohlen werden, lassen sich aber auch schon jetzt – zuhause – in die Tat umsetzen. Es sind einfache spirituelle Übungen, die sich leicht umsetzen lassen und so den Jakobsweg Coelhos auch in den eigenen vier Wänden nachvollziehbar machen. Aber es geht natürlich auch die Geschichte, die der brasilianische Autor von seiner ersten großen Reise – getrennt von Frau und Kind – erzählt. Sein sehr persönliches Tagebuch seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela beginnt mit Selbstzweifeln und Aufschüben. Über ein halbes Jahr braucht Paulo, um sich endlich auf den Wege zu machen, sein Schwert zu finden. Das Schwert steht in seiner Mythologie für den Weg zu sich selbst, für die Macht sein Leben selbst zu bestimmen. „Wir sind es, die den Rhythmus der Zeit bestimmen.“

Pilgern für Christen

Der Leser erfährt aber auch von dem Gemeinsamkeiten aller Weltreligionen. So verlangt etwa nicht nur muslimische Tradition eine Pilgerreise nach Mekka, sondern auch das Christentum kennt davon drei: Der erste führt zum Grabe Petr in Rom, der zweite zum Heiligen Grab Christi in Jerusalem und der dritte zu den Reliquien des Apostels Jakobus. Der Weg erhielt den Weg „Compostela“, was nichts anderes bedeutet als Sternenfeld und die Reisenden erkennen sich an dem Symbol der (Jakobs-)Muschel. Die 700 Kilometer zwischen Jean Pied de Port nach Santiago wurden schon im 14. Jahrhundert von einer Million Menschen erwandert. Seither sind es bedeutend mehr geworden und einer davon war auch Paulo Coelho. „Jede Reise ist ein Akt der Wiedergeburt“, schreibt er, und doch ist das Entscheidende der Weg, denn wie beim Sex entscheide auch das Vorspiel über die Intensität des Vorspiels, so Coelhos Führer Petrus. „Nur wer das Geräusch der Gegenwart wahrnimmt, kann die richtige Entscheidung treffen.“ Die beste Zeit in sich zu gehen ist ohnehin das Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein wichtiges Buch, über das man sich selbst eine Meinung bilden sollte indem man es endlich liest. Auch erschienen als Hardcover Pappband mit 288 Seiten um € (D) 14.90 / sFr 19.90* / € (A) 15.40.

Paulo Coelho
Auf dem Jakobsweg
Inklusive Notizbuch mit Zitaten
Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann. Mit einem Vorwort des Autors
2018, Taschenbuch deluxe, 368 Seiten
ISBN: 978-3-257-26141-7
€ (D) 15.00 / sFr 20.00* / € (A) 15.50
Diogenes Verlag


Genre: Esoterik und Grenzwissenschaften, Exerzitium, Ratgeber, Reise, Spiritualität, Tagebuch
Illustrated by Diogenes

Emanzipation hier und jetzt

Emanzipation heißt schlichtweg Befreiung. Das muss nicht unbedingt das Patriarchat sein. Mensch kann sich von allem befreien. Das weiß auch die Journalistin und Bloggerin Katrin Rönicke, die in der Reclam Reihe „100 Seiten“ „vom Baum der Erkenntnis bis Google“ (so der Titel des ersten Kapitels) alle Befreiungsversuche der Menschheit auflistet und kommentiert. Ihr Buch ist aber keine Auflistung geworden, sondern ein interessanter Versuch über die Befreiung.

Industrialisierung und Eroberung der Welt

Durch die Befreiung von der Vorstellung von Gott und die damit verbundene „Entzauberung der Welt“ (Max Weber) durch die Wissenschaften wurde (fast) alles erklärbar gemacht. Aber einen wesentlichen Anteil an dieser Befreiung hatte die Industrialisierung, die die bisherigen Lebensumstände revolutionierte. Im Deutschland des 19. Jahrhunderts sank der Anteil der Landarbeiter von 73 Prozent auf 38 Prozent, während der Anteil der städtischen Arbeiter von 17 auf 55 Prozent stieg. Kolonialismus und Eurozentrismus trugen wesentlich zur Versklavung der Welt bei, denn die Europäer fühlten sich trotz ihrer Aufklärung anderen Kulturen stets überlegen.

Befreiung im Zeitraffer

Neben einer anschaulichen Graphik mit Konterfeis der Betreffenden führt Rönicke auch die Köpfe der Emanzipation auf, die mit Solon beginnt und Marthin Luther King endet. Auch das Rad der Fortuna dient zur Illustration ihres aufschlussreichen Textes zur Emanzipation in der europäischen Geschichte. Schlagworte wie Eurozentrismus oder White Supermacy werden in eigenen Schaukästen genauer unter die Lupe genommen, aber auch ein Brockhaus Konversationslexikon aus dem Jahre 1911 mit einer Fotoreihe zitiert, die die Entwicklungslinie der Menschheit zeigt und in der weißen Germanin seine Vollendung erfährt.

Emanzipation vom Rollback

Dass sich ein gewisser „anti-emanzipatorischer Backlash“ in den letzten Jahren breitmacht ist aber noch lange kein Grund zum Fürchten. Denn wer die Geschichte kennt, weiß, dass es jederzeit wieder anders kommen kann. Spätestens nach dem nächsten Weltkrieg. Weiter Stichworte: Adam und Eva und die Folgen bis ins Mittelalter,

Auf dem Weg zur Aufklärung, Emanzipation der Schwarzen, Emanzipation konkret: Wie geht sie und was braucht sie?, Die Geschichte der Emanzen – von den Suffragetten bis #MeToo, Die Utopie als erster Schritt – Emanzipation beginnt mit der Frage, was (anders) sein könnte. Im Anhang befinden sich eine Menge Lektüretipps zur Weiterführung der Befreiung.

Katrin Rönicke
Emanzipation. 100 Seiten
Originalausgabe
Broschiert. Format 11,4 x 17 cm
100 S. 7 Abb. und Infografiken
ISBN: 978-3-15-020439-9
10,00 €


Genre: 100 Seiten, Essay, Nachschlagewerk
Illustrated by Reclam Verlag

Liebe als Therapie

Ehe mit Liebe als Therapie

Charlotte, Steve und die Psychotherapeutin Sandy treffen sich jede Woche zum selben Termin: der Eheberatung. Eigentlich sind die beiden schon getrennt und führen auch andere Beziehungen, aber scheiden wollen sie sich dennoch (noch) nicht lassen. Sandy widdert gerade darin eine Chance für die Ehe der beiden. Auch wenn sie nur bei 1:1000 steht.

Liebe ist die beste Therapie

In der Praxis von Sandy stehen immer vier Stühle. Einer für die Frau, einer für den Mann sowie einer für die Paartherapeutin mit unorthodoxen Methoden. Denn den vierten Stuhl hat sie reserviert, der bleibt leer, er steht für die Ehe, die die beiden aufgebaut haben. In den Gesprächen geht es natürlich auch immer wieder um die gemeinsamen Kinder und wer sie schlussendlich bekommt, sie dienen beiden Ehepartnern als Druckmittel gegenüber dem jeweils anderen. Aber da Steve für die Trennung verantwortlich ist, weil er Charlotte während der Ehe betrog, hat er argumentativ immer das Nachsehen, auch wenn er sich redlich bemüht, ein besserer Vater zu sein. Als Ehemann ist er ja gescheitert. Plötzlich will er die Kinder nämlich nicht mehr nur jedes zweite Wochenende sondern die ganze Zeit. „Eine Trennung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass man wieder zusammenkommt“, meint die Therapeutin. Aber hat sie überhaupt noch Hoffnung?

Chance 1:1000

In witzigen Dialogen wird eine Eheleben nacherzählt, das seine Höhen und Tiefen hatte und nun zu einer einfachen Beziehung wurde. Denn eine Beziehung ist es nach wie vor, das, was Charlotte und Steve verbindet. Auch wenn sie das nicht glauben wollen. Es gehe nicht um Rechte und es gehe nicht um Regeln, so Sandy, sondern darum, seine Gefühle zu zeigen und nicht zu verstecken. „Der Trick ist, das Muster zu erkennen“, sagt Sandy bei einer Einzelsitzung, denn auch das ist möglich und fördert den Erfolg der Paarsitzung. Die Alternative zu einer nicht funktionierenden Ehe ist eben nicht „Die große Liebe“, die bekommt man ohnehin nicht. Aber vielleicht sollte man einfach öfter mit seiner „Ehe“ reden. Sie sitzt ja ohnehin im Stuhl vis a vis.

Unterhaltsame Prosa in pointierte Dialoge gebettet. Ein Buch für alle Therapiefans und solche die es noch werden wollen.

John Jay Osborn
Liebe ist die beste Therapie
Aus dem Amerikanischen von Jenny Merling
2018, Hardcover, 288 Seiten
ISBN: 978-3-257-60922-6
€ (D) 18.99 / sFr 24.00* / € (A) 18.99
Diogenes Verlag


Genre: Dialog, Ehe, Liebe, Roman, Therapie
Illustrated by Diogenes Zürich

Tarkovskij Film für Film

Andrej Tarkovskij: Der Regisseur von Filmen Iwanowo detstwo (Iwans Kindheit), Andrej Rubljow, Soljaris (Solaris), Serkalo, Stalker, Nostalghia und Offret (Sacrificatio; Opfer) ist zwar schon seit mehr als 30 Jahren tot, sein Werk wird aber wohl die Ewigkeit überdauern. In einer neuen Publikation des Schirmer/Mosel Verlages wird nun noch einmal Rückblick und Einkehr gehalten, auf das Vermächtnis einer der bedeutendsten Regisseure unseres Jahrhunderts. Das Werk ist auf Deutsch und Englisch mit unterschiedlichen Titeln erhältlich.

Film für Film, Polaroids und Essays

Die vorliegende Publikation, die von seinem Sohn herausgegeben wir, versammelt visuelles Material über jeden seiner sieben Spielfilme, seine Aufzeichnungen, private Fotografien und neuesten Einsichten über sein Werk und Leben. 350 farbige oder s/w Fotografien, darunter auch Polaraids, Stillbilder seiner Filme, stehen im Mittelpunkt dieses hochwertigen Buches, das 2018 erschienen ist und sich gleich in den ersten Zeilen mit der Krankheit aller im Exil lebenden Künstler unabhängig ihrer Nation oder Herkunft beschäftigt: Nostalgia. Am 29. Dezember 1986 starb Tarkovsky im Exil an eben dieser „Krankheit“, wohl auch darum, weil ihm Zeitlebens jedwede Anerkennung in seiner Heimat – der UdSSR – verweigert worden war. Aber gerade in diesem Jahr regte sich in der Sowjetunion erstmals ein Lichtstrahl: Glasnost und Perestroika manifestierten sich in Michael Gorbatschow, der Mann, der die Geschichte beendete.

Der „goldene Westen“ ohne Seele

Andrei Tarkovsky fand aber auch kritische Worte für seine Gastgeber, den Westen, die Hans-Joachim Schlegel in seinem Vorwort auszugsweise zitiert: „Here in the West people are mainly prroccupied solely with themselves. If you tell them that the meaning of life lies in sacrificing oneself for others, they will probably laugh themselves silly and won’t take you seriously. Nor will they believe you when you say that man was certainly born solely to be happy. And that there are certainly more important things than personal success and commerical advantage. But obviously here in the West no one believes any more in the immortality of the soul.“ Ernste Dinge schön gesagt, beinahe wie Tarkovsky’s Filme die von den meisten Cinematagraphen neben den Werken Ingmar Bergmans, Robert Bressons, Louis Bunuels, Akira Kurosawas stehen und die Spiritualität auch in den Westen wieder zurückbrachten.

Neben den bereits erwähnten Bildern finden sich auch kurze Essays von Sartre, Nykvist, Bergman, Sokurov sowie Interviewauszüge mit Andrei Tarkovsky in vorliegendem Bildband.

Andrej Tarkovskij jr./Hans-Joachim Schlegel/Lothar Schirmer
Andrei Tarkovsky
Film by Film, Stills, Polaroids & Writings
ISBN: 9783829608114
2018, 288 Seiten, 350 colour and duotone plates.
Format 19 x 24 cm, Hardcover. Englische Ausgabe.
Film by Film, Stills, Polaroids & Writings
Schirmer/Mosel.


Genre: Bildband, Biographien, Film, Fotobuch, UdSSR
Illustrated by schirmer/mosel

Der tragikomische Kafka

Wagenbach, prononcierter Kafka-Kenner und ehemaliger Verlagsleiter des gleichnamigen Verlages hat sich Zeit seines Lebens über „die Schulweisheit vom dunklen Kafka geärgert“ und immer wieder einen Kafka voll hintergründigem Humor, unerwarteter Wendungen, mit einer Vorliebe für das Paradoxe und mit einer Neigung zur Ironie des Absurden ausgegraben und hervorgekehrt. Dies ist auch das Anliegen dieser Auswahl an Auszügen aus seinen Romanen und Kurzgeschichten, die der Herausgeber hier zusammengestellt hat.

Der tragikomische Kafka

In „Der Verschollene“ – besser bekannt unter dem Titel „Amerika“ kommt Kafkas Hang zu spitzbübischem Humor besonders gut zur Geltung handelt das Romanfragment doch von dem sechzehnjährigen Karl Roßmann, der einem modernen Simplicissmus gleich die Tücken der Neuen Welt kennenlernt. Ein Auszug aus „Der Verschollene“ ist in vorliegender Publikation unter dem Titel „Slapstick“ abgedruckt und erzählt die Episode von der Reinigung der Wohnung der Opernsängerin Brunelda in gewohnt süffisant-witzigem Ton, so wie wohl auch Wagenbach „seinen“ Kafka gerne sieht. Aber auch sonst gibt es mannigfaltige Beweise für Wagenbachs These von einem „lustigen Kafka“. Man erinnere sich nur an den „Ein Bericht für eine Akademie“ in dem Kafka – oder der Erzähler – in die Rolle eines Affen schlüpft, um von seiner Menschwerdung zu erzählen: „Verzicht auf jeden Eigensinn war das oberste Gebot, das ich mir auferlegt hatte; ich freier Affe, fügt mich diesem Joch.“

Kafka voller Humor

Eine andere Geschichte erzählt von der tragikomischen Sorge des Trapezkünstlers, dem die eine Stange nicht reicht und der sich zu viele Gedanken macht. „Erstes Leid“ ist eine Episode aus seinem Leben übertitelt, die von seiner Weigerung vom Trapez zu steigen erzählt und seinen Impresario ernsthafte Sorgen bereitet, selbst als er ihm endlich eine zweite Stange und Trapez besorgt. In einem Ministeriums- oder Versicherungsbüro wiederum spielt die Geschichte von dem Beamten, dem seine Kollegen die täglichen Aktenberge neiden. „Warum wurde er gerade hier so unbeherrschbar müde, wo niemand müde war oder wo vielmehr jeder und immerfort müde war, ohne das dies aber die Arbeit schädigte, ja es schien sie vielmehr zu fördern“. Wen diese Worte vom witzigen Kafka nicht überzeugen, der kann sich in vorliegender Anthologie mittels der anderen Auszüge aus Kafkas Werk gut Appetit machen auf das eigentliche große Werk Kafkas, das jeder einmal gelesen haben sollte.

Franz Kafka
Ein Käfig ging einen Vogel suchen
Komisches und Groteskes
Zusammengestellt von Klaus Wagenbach
SALTO. 2018
144 Seiten. 11 x 21 cm. Rotes Leinen. Fadengeheftet. Gebunden mit Schildchen und Prägung
18,– €
ISBN 978-3-8031-1335-1
Wagenbach Verlag


Genre: Anthologie, Humor, Komik, Kurzgeschichten
Illustrated by Wagenbach

Kafkas Wien

Eine ganz besondere Beziehung: Kafka und Wien

„Portrait einer schwierigen Beziehung“ lautet bewusst der Untertitel dieser reich bebilderten und umfassenden Publikation des Kafka-Experten Hartmut Binder, das sich mit Kafkas Verhältnis zur Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie beschäftigt, zu der ja auch Kafkas Prag zählte.

Portrait einer schwierigen Beziehung

Hartmut Binders „Untersuchung“ behandelt die Reisen, die Kafka in die Habsburgermetropole gemacht hat, seine Kuraufenthalte oder als Patient in den in der Umgebung liegenden Sanatorien in Pernitz und Kierling. Außerdem werden kulturelle Einflüsse aus Wien und Budapest thematisiert, denen er auch in seiner Heimatstadt durch den Besuch von Cafés oder Varietés und Kabaretts ausgesetzt war. Auffallend an seiner persönlichen Biographie ist ja auch die Tatsache, dass sowohl er selbst als auch seine Geschwister Namen von bekannten Habsburgern trugen. Wohl wollte Kafkas Vater, Hermann Kafka, damit auch seine Kaiserfreundlichkeit ausdrücken, was wirtschaftlich gesehen für den Einzelhandelskaufmann sicherlich nützlich und opportun erschien.

Kafka und die „Hauptstadt“

Schon als Knabe wurde er Zeuge der Besuche Franz Josefs in seiner Heimatstadt, wie Hartmut Binder eindrucksvoll mittels Zeitzeugnissen belegt. „Kafkas Wien. Portrait einer schwierigen Beziehung.“ liest sich nämlich wie ein Bilder buch oder ein Familienalbum und ist so detailreich und unterhaltsam gestaltet, dass man sich schnell in der guten, alten Zeit verliert. So erfährt man etwa auch, dass der Autor eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur zwar in Geographie und Geschichte stets gute Leistungen brachte, im Abitur in Deutsch aber nur die Note „befriedigend“ erhielt. Wien dürfte Kafka zum ersten Mal in der Endphase seiner Gymnasialzeit gesehen haben, da ihn sein Lieblingsonkel, Dr. Siegfried Löwy, dorthin mitnahm. Die Metropole habe aber nur einen „zwiespältigen und unkonturierten Eindruck“ hinterlassen, so Binder und an seine Freundin Hedwi soll er einmal geschrieben haben: „In dieser großen mir ganz undeutlichen Stadt Wien bist nur du mir sichtbar.“

Hartmut Binder schöpft aus einem schier unendlichen Quellenmaterial, das er zu einer lesenswerten und unterhaltsamen Lektüre über Kafkas Wien zusammenstellt und mit Fotos von Personen und Stadtansichten sowie Dokumenten der damaligen Zeit reichhaltig illustriert. So entsteht ein lebendiges Bild einer vor 100 Jahren untergegangen Epoche, an die man heute oft reumütig zurückdenkt, wenn man von der „guten, alten Zeit“ spricht. „Kafka kam nicht als Tourist nach Wien, sondern als Durchreisender, als Kongressteilnehmer, als Liebender, als Schwerkranker und schließlich als Sterbender.“ Er kehrte in einem Zinnsarg der Wiener Städtischen Bestattungsanstalt an die Moldau zurück. „Kierling bei Klosterneuburg ist durch ihn in die Literaturgeschichte gekommen“, wie Anton Kuh prophetisch-ironisch zusammenfasst.

Hartmut Binder
Kafkas Wien. Portrait einer schwierigen Beziehung.
Durchgehend farbig bebildert
19 x 25 cm, 456 Seiten
Deckenband, Fadenheftung, Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN 978-3-89919-282-7
€ 49,90 (D)€ 51,40 (Ö)
Vitalis Verlag


Genre: Biographie, Literatur, Stadtführer
Illustrated by Vitalis Verlag

Aquaman-Anthologie

Aquaman – demnächst im Kino und jetzt schon bei Panini

Am 20. Dezember kommt er in unsere Kinos: Aquaman, der König der größten aller Welten, der Unterwasserwelt! „Man halte sich die Welt vor Augen. Macht man sich ihre Größe bewusst, erkennt man, wie klein man eigentlich ist. Die gewaltigen Ozeane. Ihre Durchschnittstiefe beträgt 4 km, aber an einigen Stellen reichen sie 11 km tief. Sie bedecken fast 361,2 Millionen m2 der Erdoberfläche. Sie sind zwei Drittel des Planeten. Siebenundneunzig Prozent der globalen Biosphäre. Im Vergleich dazu ist ein Mensch ziemlich unbedeutend.“ So steht es jedenfalls in einer der Geschichten dieser Anthologie über den König der Sieben Weltmeere. Und da soll noch einer behaupten, aus Comics lerne man nichts!

Aquaman: Im Kino und in einer Anthologie

Rechtzeitig zum Start des Aquaman-Kinofilms enthält dieser Prachtband die besten und wichtigsten Geschichten aus fast acht Jahrzehnten Aquaman-Historie, denn Aquaman war neben Batman und Superman einer der ersten Superhelden und wurde 1941 – kurz nach den beiden Erstgenannten – von Mort Weisinger und Paul Norris aus der Taufe gehoben. Zuletzt erführ der Beschützer der Ozeane aber auch einige Neuinterpretation und mutierte vom wilden Fantasy-Held bis hin zum grimmigen Kraftprotz der Moderne. Waren die ersten Storys über den Meerkönig noch merklich an ein jugendliches Publikum gerichtet und ließen ihn noch auf Delfinen reiten und mit Walen sprechen, brachte der Relaunch ab den Neunziger Jahren eine Art König Arthur (voller Name: Arthur Curry) im Stile der Sword & Sorcery hervor, der ähnlich einem Thor der Unterwasserwelt sich gegen andere Götter oder Meeresbeherrscher stemmen muss.

Vom Superheld zum König

„Droh mir nicht! Ich bin kein hilfloser Flüchtling auf einem sinkenden Schiff“, ruft Aquaman in einer seiner ersten Abenteuer dem deutschen Nazi-U-Boot-Kapitän entgegen. 1941, als Aquaman erfunden wurde, herrschte Krieg zwischen den USA und dem Deutschen Reich. Aber auch später noch war eine politische Komponente der Storys nicht zu leugnen, hatte Aquaman es doch immer wieder mit einem rachsüchtigen Halbbruder, einem auferstandenen und machtbesessenen Vater und allerhand Intrigen und Verschwörungen zu tun: „Verrat, Machtgier, Geschwistermord“. Aber auch persönliche Verluste wie den Tod seines Sohnes oder die Trennung von seiner Frau Mera muss Aquaman verschmerzen. Eine der besten Geschichten in vorliegendem Band stammt von Gerry Conway/Chuck Conway und handelt von der Gründung der Justice League of Detroit. Sie ist voller street-credibility und slang und sicher nicht jugendfrei, aber voller Gags und Dilemma: kann sich ein Superheld überhaupt ein Privatleben leisten? Natürlich sind auch Peter David und Geoff Johns, die beide den neuen Aquaman erfanden, der nun in die Kinos kommt, in dieser Anthologie vertreten.

Jede Menge Hintergrund-Infos und einige der besten Aquaman-Storys aller Zeiten von den unterschiedlichsten Autoren und Zeichnern und das alles in einem Band: die Aquaman-Anthologie neu bei Panini und demnächst in Ihrem Kino.

Aquaman-Anthologie
2018, Hardcover, 404 Seiten
Storys: More Fun Comics 73; Adventure Comics 174, 260, 269, 444, 452 & 475; Aquaman (Vol. 1) 18, 57 & 63; Justice League of America (Vol. 1) Annual 2; Aquaman (Vol. 5) 2 & 34; Aquaman (Vol. 6) 17 & 18; Aquaman (Vol. 7) 0, 1, 18 & 24; Aquaman: Rebirth 1
35,00 €
Panini Verlag


Genre: Anthologie, Comics, Graphic Novel
Illustrated by Panini Comics

Die Traumfabrik

Die Traumfabrik – Teil 2

Die Anfangstage des Kinos

„Das Kino inspiriert sich am Leben. Warum sollte sich das Leben nicht auch vom Kino inspirieren lassen?“ Der Autor Laurent Galandon und der Zeichner Fréderic Biller haben mit der Reihe „Die Traumfabrik“ eine reizvolle Geschichte aus bunten Bildern erschaffen, die in den 1920ern spielt und deren Ästhetik gut rüberbringt. Die Anfangstage des Kinos sind das eigentliche Thema in das die beiden ihre LeserInnen entführen: Im ersten Teil DIE TRAUMFABRIK 1 drehten Célestin, Constance und Marcel heimlich ihren Film, nachts, wenn das Studio leer war. Für Célestin geht dabei sein Traum in Erfüllung, doch dann werden sie erwischt dabei erwischt und haben Legitimationsprobleme. Die Schauspielerin Véronika Forsans konnte gerade noch Schlimmeres verhindern, aber Célestin fragte sich vor allem: Wer hat ihn und seine Freunde verraten?

„Hurerei für die Augen“

In der vorliegenden Fortsetzung der Geschichte werden die Protagonisten nun sogar verhaftet und die Schauspielerei gerät als „Hurerei für die Augen“ in Verruf. An einer Stelle geht der gutmütige Riese Célestin sogar selbst ins Kino und schaut sich Nanook – die Geschichte einer Eskimofamilie an, ein Film, der kürzlich bei den Wiener Festwochen, quasi 100 Jahre später, sogar mit Live-Musikbegleitung durch Tanya Tagaq gezeigt wurde. Aber das Frankreich der 1920er Jahre, in der Célestin mit seiner Familie auf dem Land aufwächst und in der Kanzlei seines Vaters aushilft hat natürlich auch einen ganz besonderen Reiz. Aber als er aus der Provinz in die Großstadt, um seiner wahren Leidenschaft nachzugehe, muss er auch lernen, dass die Träume des einen, die Albträume der anderen sind.

Für Cineasten und Comicfans

Der Autor Laurent Galandon und der Zeichner Fréderic Biller zeigen in schönen, aufmunternden Bildern, wie sich das Kino nach dem Leben richtet und das Leben nach dem Kino, denn die Träume entstehen schließlich ähnlich, wie die Gedanken: im Kopf. „Die Stumme und der Gauner“ erzählt die Geschichte eines Verrats, der sich freiwillig aufklärt, doch dann erst wirklich in seine Abgründe schauen lässt. Ein Lesevergnügen nicht nur für Cineasten.

Laurent Galandon/ Fréderic Biller
DIE TRAUMFABRIK 2: DIE STUMME UND DER GAUNER
(Originaltitel: La Parole du Muet 2)
2018, HC, 48 Seiten
16,00 €


Genre: Comics
Illustrated by Panini Comics

Es waren einmal – Schwarze Gedanken

Es war einmal – Schwarze Gedanken

Auf die Frage, warum er denn so schreckliche Zeichnungen mache antwortete Franquin einmal ganz galliger Humor: „In erster Linie wohl aus dem simplen Vergnügen heraus, das man an Grimassen findet… Wenn man etwas tiefer schürft, mag es sich erweisen, dass womöglich das Bedürfnis dahintersteckt, die Angst vor dem Alter, der Krankheit, dem Sarg in Witze zu verwandeln!“ Die in vorliegenden Band versammelten Zeichnungen sind ein Meilenstein des Franquinschen schwarzen Humors, der zum 40-jährigen Jubiläum als 128seitiger Sonderband mit unveröffentlichtem Material erschien. Zudem finden sich viele Interviews und Hommagen (u. a. Gotlib und Luz) anderer Zeichne und die auch die klassischen Strips abgedruckt und es gibt einen Gastauftritt von Gaston.

Schwarze Gedanken Reloaded

Mit Popeye und Snuffy Smith aufgewachsen begann der in Brüssel geborene Zeichner mit Märchenillustrationen und erfand bald eine Vielzahl von eigenen Figuren, darunter Gaston, Marsipulamo, Spirou und viele „Monster“, sein erklärtes Lieblingssujet. In einem Gesprächsinterview mit Isabelle Franquin, seiner Tochter, wird betont, dass Franquin nicht nur der „traurige Clown“ war, wie er in den Siebzigern beschrieben wurde, sondern sehr wohl auch sehr engagiert war. Seine Tochter umschreibt sein Erfolgsgeheimnis in genanntem Interview mit folgenden Worten „Die Schwarzen Gedanken sind letztlich das Resultat dieses Denkprozesses, Franquin hatte ein Verständnis vom Leid der Menschen und genügend Empathie, um sich in sie hineinzuversetzen.“

Schwarzer Humor, der ins Schwarze trifft

Einer seiner Strips soll hier exemplarisch beschrieben werden, um die Art von Franquins Humor auch mit Worten zu veranschaulichen: Eine Haiflosse ist auf dem Meeresspiegel zu sehen, unter der sich der schwimmende Protagonist befindet. Ein Mädchen kommt schwimmend auf ihn zu, aber unter Wasser sieht man, was sich wirklich unter dem Wasser unter dem Mädchen befindet. Einige Hommagen an Franquin sind ebenfalls im vorliegenden Band abgedruckt, darunter von Gotlib, Pixel Vengeur, Edika, Goossens, Foerster, Luz oder zu Schwerpunkthemen wie Todesstrafe, Poesie oder Selbstmord.

André Franquin
Es waren einmal Schwarze Gedanken
(Hardcover)
2018, 128 Seiten, Alter ab 12 Jahren
D: 24,99 €/A: 25,70 €
Größe: 22,30 x 30,00 cm
ISBN: 978-3-551-76529-1
Carlsen Verlag


Genre: Comic, Graphic Novel
Illustrated by Carlsen Hamburg

Europa neu erleben

 

Europa NEU erleben

Europa Neu erleben: Besuchen Sie Europa solange es noch steht, hieß es am Höhepunkt des Kalten Krieges in den Achtzigern. Heute steht es immer noch, schön wie nie zuvor. Die vorliegende Einladung zu 52 inspirierenden Kurzreisen zu den Sehnsuchtsorten Europas umfasst einen umfangreichen Bildband, handliche Reiseführer für die Stadt, kompakte Begleiter für das Umland und eine übersichtliche Europakarte. Zudem persönliche Geheimtipps aus der ZEIT-Redaktion, also von Menschen, die wissen, wovon sie schreiben. Die ZEIT-Edition »Europa neu erleben« inspiriert sowohl zu spannenden Städtereisen als auch zur Entdeckung reizvoller Landschaften Europas. So werden die stilvollen Metropolen des Nordens bis an die sonnenverwöhnten Küsten des Mittelmeers besucht und jede Destination wird mit eindrucksvollen Bildern und wissenswerten Hintergrundtexten lebendig porträtiert. Ausflugstips, Informationen zu Sehenswürdigkeiten, saisonalen Highlights und kulinarischen Genüssen runden diese ideale Zusammenstellung zum Pläneschmieden für den nächsten Kurzurlaub – noch diesen Sommer – ab.

Für Europa-Liebhaber

„Die besten Adressen vor Ort“, einer von vier Bestandteilen dieser Edition versammelt sehenswerte Cafés, Museen oder Tourismusbüros auf seinen dicht beschriebenen Seiten. Für Wien wird etwa das Museumsquartier oder der Stephandsdom empfohlen, für Prag der Hradschin und Josefov. „Ausflüge in die Umgebung“ widmet sich den Landschaften um die 52 beschriebenen Städte und gibt Ausflugstipps in das Umland berühmter Städte, so etwa auf die Giudecca bei Venedig oder nach Murano, Burano und San Michele. Im großen Prachtband, dem Herz der vorliegenden Edition werden die verschiedenen Städte dann mit Essays, Plänen, Fotos und Besonderheiten auch Zuhause erlebbar gemacht. Für Istanbul werden etwa neun Seiten Tipps gegeben, worin u.a. auch vom Großen Gedeckten Bazar (Kapali Carsi) oder der Yerebatan-Zisterne die Rede ist. Für Palermo findet sich der bekannte Krimi-Autor Andrea Camilleri als Fürsprecher und für Riga wird das Spiel mit dem Stil näher beleuchtet. Denn Riga hat mit rund 800 Jugendstilbauten beinahe so viel Pracht wie etwa St. Petersburg entwickelt, das ebenfalls beschrieben wird und in dem auch das Boeuf Stroganow Rätsel endgültig für alle enthüllt wird.

Geheimtipps von Profis

Extra für diese Edition haben ZEIT-Redakteure ihre persönlichen Geheimtipps verraten, etwa eine romantische Olivenölmühle in Andalusien, die schönste Parkbank in Venedig, der beste Spielplatz in Kopenhagen oder ein angesagter Jazzclub in Paris, also Empfehlungen von Insidern, die es so nur beim ZEIT-Verlag gibt. Das Set besteht aus vier Bestandteilen: ein opulenter Bildband für die Inspiration zuhause, zwei handliche Reiseführer für unterwegs oder einen Stadtbummel und für Erkundungen im Umland sowie eine dekorative Panoramakarte für den großen Überblick.

ZEIT-EDITION »EUROPA NEU ERLEBEN«

52 inspirierende Kurzreisen

ZEIT Verlag

€ 79,95


Genre: Geheimtipps, Reiseführer
Illustrated by ZEIT-Edition

200 Jahre Karl Marx

200 Jahre Karl Marx: Der am 5. Mai 1818 in Trier geborene Philosoph wird 2018 vom Reclam mit gleich mehreren Neuauflagen seiner Werke gefeiert. Darunter befindet sich nicht nur eine handliche Ausgabe des Manifests der Kommunistischen Partei, sondern auch eine Sammlung seiner philosophischen und ökonomischen Schriften, eine Auswahl aus der deutschen Ideologie, sowie eine 100-Seiten Kurzbiographie (Reihe: „100 Seiten“) zu Leben und Wirken des umstrittenen Gründers des Kommunismus.

Karl Marx: Die deutsche Ideologie

„Die deutsche Ideologie“ wurde 1845/46 veröffentlicht und bekämpfte die Weltabgewandtheit etwa der Junghegelianer ihrer Zeit, die damals vorherrschende Ideologie. Mit dieser Schrift begründeten sie auch den Begriff des historischen Materialismus, der sich gegen den Idealismus Hegels wandte und eine Veränderung der Lebensbedingungen forderte. Nicht das Bewusstsein schafft das Sein, sondern das Sein das Bewusstsein ist eine der zentralen Thesen des Materialismus. Gefordert wird der „praktischen Umsturz der realen gesellschaftlichen Verhältnisse“ aus denen diese „idealistischen Flausen“ hervorgegangen seien.

Jäger, Fischer, Kritiker

Das im Anschluss an das Erscheinen sehr einflussreiche Werk, dessen zentrale Passagen in dieser knappen Auswahl hier angeboten werden, liefert genug Munition auch für das 21. Jahrhundert für diejenigen, die sich der herrschenden Ideologie widersetzen wollen. Aus der „deutschen Ideologie“ stammt auch einer meiner Lieblingsstellen bei Marx. Im Kapitalismus sei der Mensch nur entweder oder „Jäger, Fischer oder Hirt oder kritischer Kritiker“, „während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je ein Jäger, Fischer oder Hirt oder kritischer Kritiker zu werden“.

Philosoph, Ökonom, Kritiker

Die „Philosophischen und ökonomischen Schriften“ widmen

Grundlagen zu Karl Marx

sich einerseits der Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, dem Manifest der Kommunistischen Partei und der Kritik der politischen Ökonomie bis hin zum zentralen Werk Marxens, dem Kapital. Die vorliegende Ausgabe des Reclam Verlages will dem Leser einen historisch-kritisch edierten Text zur Verfügung stellen, um eine neue Lektüre Marxens nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus zu ermöglichen. Johannes Rohbeck erläutert im Nachwort die Bedeutung der ausgewählten Text und beschwört einen Marx für das 21. Jahrhundert, der wieder frei von ideologischem Schrott gelesen werden kann. Er sieht die Bedeutung von Marx auch als Vorläufer der erst später entstandenen Soziologie, denn auch die Strukturalisten und Systemtheoretiker des 20. Jahrhunderts hätten bei angedockt. „Mit seinen Analysen des Weltmarktes, der internationalen Arbeitsteilung bis hin zu einer globalen Kultur ist er einer der ersten Theoretiker der Globalisierung“, so Rohbeck. Die positive Antwort nach dem Vermächtnis von Marx liege in der kritischen Analyse des vorhandenen Kapitalismus und weniger in der Utopie des Zusammenbruchs desselben. „Aus der Tatsache, dass sich die Hoffnungen auf eine sozialistische Gesellschaft nicht erfüllt haben, folgt keineswegs, dass sich die Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft erübrigt habe“, so Rohbeck.

Das Manifest aller Revolutionäre

Das Manifest aller Revolutionäre

„Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ ist der letzte Satz des „Kommunistischen Manifests“, das noch vor vor der französischen Februar-Revolution und der deutschen März-Revolution 1848 erschien. Im „Manifest“ entwickelten Marx und Engels den sog „Marxismus“, der vorerst vor allem in der Kritik des Kapitalismus bestand und dazu ein begriffliches Instrumentarium zur Verfügung stellte. Ebenfalls in diesem Band enthalten sind die „Grundsätze des Kommunismus“ von Friedrich Engels. Der erste davon lautet: „Der Kommunismus ist die Lehre von den Bedingungen der Befreiung des Proletariats“. Und der erste des Kommunistischen Manifests lautet: „Ein Gespenst geht um in Europa.“ Jetzt wohl nicht mehr. Das Kommunistische Manifest gehört immer noch – nach Bibel und Koran – zu den vier meistverkauften Büchern der Welt: 500 Millionen sind seit 1848 verkauft worden.

Karl Marx: Leben und Werk

In „100 Seiten Karl Marx“ von Dietmar Darth erwähnt der Autor die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, die von Marx angestrebt wurde und auf den Erfahrungen der Commune de Paris basierte. Der Zusammenhang zwischen Commune und der Bezeichnung Kommunismus für die neue Gesellschaftsform, die aus der Commune von 1871 hervorgehen sollte führte Marx auch schlüssig zum Begriff der „Diktatur des Proletariats“, der vielfach missverstanden wurde. „Nun gut, ihr Herren“, soll Marxens Kampfgenosse Friedrich Engels einmal geschrieben haben, „wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Seht euch die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats.“ Die sehr persönlich gehaltene Publikation von Dietmar Darth deckt auch neues Quellenmaterial auf, etwa einen Brief von Karl Marx an den amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln bezüglich des amerikanischen Bürgerkrieges. Denn Marx war nicht nur der erste Kommunist, sondern auch der Begründer der internationalen Solidarität, wie Darth an weiteren Beispielen erfolgreich demonstriert. Sein Zerwürfnis mit den Junghegelianern wird ebenso thematisiert wie die wichtigsten Begriffe aus Marxens Universums, etwa Dialektik, Materialismus oder tendenzieller Fall der Profitrate und Mehrwert. Dass bei all der Theorie von Ökonomie, Philosophie und Politik Karl Marx auch eine große Portion Humor besaß, beweist eine Anekdote, in der er mit einem Franzosen bei einer projektierten Hundesteuer ausruft: „Arme Hunde! Man will euch wie Menschen behandeln!“

Marx, Karl; Engels, Friedrich: Die deutsche Ideologie
Eine Auswahl. [Was bedeutet das alles?]
96 S.
ISBN: 978-3-15-019510-9
Reclam Verlag
6,00 €

Marx, Karl: Philosophische und ökonomische Schriften
Hrsg.: Rohbeck, Johannes; Breitenstein, Peggy H.
390 S.
ISBN: 978-3-15-018554-4
Reclam
10,80 €

Marx, Karl; Engels, Friedrich: Manifest der Kommunistischen Partei
[Was bedeutet das alles?]
115 S.
ISBN: 978-3-15-019266-5
Reclam Verlag
5,00 €

Dath, Dietmar: Karl Marx. 100 Seiten
Originalausgabe
Broschiert. Format 11,4 x 17 cm
100 S. 11 Abb. und Infografiken
ISBN: 978-3-15-020454-2
Reclam Verlag
10,00 €

Lektüreschlüssel Steppenwolf

Lektüreschlüssel Steppenwolf

Steppenwolf. Die erste Auflage seines wohl bekanntesten Romans erschien im Mai 1927, kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag. Tatsächlich beruht die Handlung teilweise auf Erlebnissen des Autors in Basel und Zürich, weswegen Steppenwolf auch gerne als „Seelenbiographie“ des Dichters gelesen wird, da auch dieses Werk autobiographisch geprägt ist. Der Protagonist Harry Haller ist auf der Suche nach seiner Identität und hin- und hergerissen zwischen seinem Bedrüfns nach bürgerlichen, geselligen Leben und seinem „animalischen, steppenwölfischen Trieben“, wie es in der Einleitung zu diesem Lektüreschlüssel des Reclam Verlages heißt.

Perspektivenwechsel in Erzählstruktur

Entscheidend für ihn wird dann die Begegnung mit Hermine, einer femme fatale, die mit ihrem Freund Pablo, einem Jazz-Saxophonisten, für Harry ein Theater aufführt, das ihn auf eine lange Reise voller Trugbilder und Täuschungen mitnimmt. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, dem Vorwort des Herausgebers, Harry Hallers Aufzeichnungen und dem „Tractat vom Steppenwolf“, der das in der Ich-Form geschilderte Geschehen versucht zu objektivieren. Damit hat Hermann Hesse auch eine besondere Technik des Erzählens erfunden, das man heute auch als Perspektivenwechsel von Filmen her kennt.„Steppenwolf“ ist einer von Hermann Hesses bekanntesten und erfolgreichsten Romanen.

Lektüreschlüssel bei Reclam

Die vorliegende Publikation hält sich an die Regeln der Lektüreschlüssel des Reclam Verlages und helfen bei der Vorbereitung auf Unterrichtsstunden, Referate, Klausuren und Abitur. Die Publikationen Lektüreschlüssel des Reclam Verlages präsentieren sich mit neuen Inhalten und in neuer Gestalt − differenzierter, umfangreicher, übersichtlicher und das mit Hilfe von präzisen Inhaltsangaben zum Einstieg in den Text, klaren Analysen von Figuren, Aufbau, Sprache und Stil, zuverlässigen Interpretationen mit prägnanten Textbelegen, Informationen zu Autor und historischem Kontext, didaktisch aufbereiteten Info-Graphiken, Abbildungen und Tabellen und aktuellen Literatur- und Medientipps. Als ganz neue Elemente kommen hinzu: Prüfungsaufgaben und Kontrollmöglichkeiten sowie zentrale Begriffe und Definitionen als Lernglossar.

Der Steppenwolf von Hermann Hesse: Lektüreschlüssel mit Inhaltsangabe, Interpretation, Prüfungsaufgaben mit Lösungen, Lernglossar. (Reclam Lektüreschlüssel XL)
Von Georg Patzer
Broschiert. Format 11,4 x 17 cm
147 S. 5 Abb.
ISBN: 978-3-15-015472-4
7,40 €


Genre: Lektüreschlüssel, Roman
Illustrated by Reclam Verlag