Manische Wiegenlieder

41tod+sLkHL._SX328_BO1,204,203,200_Nicht nur surreal und absurd wie im Untertitel des Büchleins versprochen sind die „Manischen Wiegenlieder“, nein, sie haben mehr zu bieten, weitaus mehr. W.R. Frieling überrascht dieses Mal mit einem bunten Strauß von Gedichten und er deckt dabei souverän die ganze Palette ab: Der begeisterte Leser findet Perlen wie den Knaller „Kannibalen“ (Finger jammern in der Pfanne, Blut schäumt über in der Kanne), mein persönliches Lieblingsstück, und etliche satirisch witzige Reimereien, aber auch leise, nachdenkliche Texte voller Melancholie. Sehr gelungen sind dem Autor und Weltenbummler seine geografischen Reminiszenzen an verschiedene Fleckchen dieser Erde; in prägnanten Worten präzisiert er die typischen Eigenschaften der jeweiligen Regionen und ihrer Bewohner.

„Manische Wiegenlieder“ ist ein wunderbares Werk der Poesie, auch bei wiederholter Lektüre wird es niemals langweilig, im Gegenteil, man findet stets aufs Neue exquisite Sahnehäubchen und staunt über Frielings virtuose Wortgewandtheit. Literaturfreunde, die sich an Robert Gernhardts Lyrik erfreuen, sollten auch hier bedenkenlos zugreifen. Wer dem Meister selbst beim Absingen einiger Wiegenlieder lauschen möchte, wird auf YouTube fündig (einfach den Buchtitel in die Suchzeile eingeben).


Genre: Gedichte, Humor und Satire
Illustrated by Internet-Buchverlag Berlin
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