Mister Aufziehvogel

Der Protagonist Toru Okada ist unzufrieden mit sich und seiner Welt. Er verliert seinen Job, kann sich aber nicht überreden, einen neue Arbeit in einem Büro anzutreten. Gleichzeitig verlässt ihn seine Frau und zu allem Überfluss verschwindet auch noch sein Kater. So macht sich Toru Okada auf, seine Frau und seinen Kater wiederzufinden. Die Suche lässt ihn die Bekanntschaft mit ungewöhnlichen Menschen schließen.

Ein junges Mädchen schildert ihre Sicht der Welt und tauft ihn »Mister Aufziehvogel«. Andere Personen denen er begegnet, verfügen über hellseherische Fähigkeiten. So findet die Suche nicht nur in der realen Welt statt, sondern auch in der Welt der Geister und Dämonen. Dorthin gelangt der Romanheld, indem er auf den Grund eines ausgetrockneten Brunnens in der Nachbarschaft klettert. Aus seiner Begegnung mit einem alten Soldaten resultiert eine lange Erzählung aus den Tagen des Grenzkonfliktes mit der Mandschurei. Hier ergeht sich Murakami in detaillierten Schilderungen von Foltermethoden, die einen dazu veranlassen können, die Lektüre zu beenden. Auch später im Roman, als ein russisches Arbeitslager für japanische Soldaten beschrieben wird, kommt es zur expliziten Schilderung von brutaler Gewalt. Das 765 seiten lange Werk stellt damit den Leser auf einer harte Geduldsprobe. Persönlich kann ich das Buch aufgrund der Gewaltdarstellungen und einer meiner Ansicht nach zu langatmigen und recht surrealen Handlung nur echten Fans des Autors ans Herz legen.


Genre: Romane
Illustrated by btb München
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