Was am Anfang aller Dinge geschah

Sakin Kale wurde von Schriftstellern der europäischen wie von der orientalischen Klassik inspiriert. Er empfindet Schreiben als eine Liebeserklärung an seinen Leser und lädt diesen ein, Teil seiner Gedankenwelt zu werden.

Dazu stellt der Autor in seiner ersten Arbeitsprobe Lyrik und Prosa zusammen, die bunt gefächert über Liebe und Leid, Freude und Kummer, Krieg und Frieden, Sehnsucht und Zufriedenheit erzählen. Er folgt dabei dem Gedanken von Goethe, der im »Faust 1« den Theaterdirektor sagen lässt: »Die Masse könnt Ihr nur durch Masse zwingen,
Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;
Und jeder geht zufrieden aus dem Haus.«

Bereits das titelgebende Gedicht macht Sakes Weltsicht deutlich. Denn als der Mensch begann, die Gesetze der Natur zu brechen, erhob er sich selbst zum Schöpfer und damit zum Zerstörer der Welten, in die ihn ein Schöpfer vor Jahrmilliarden sezte.

In »Erzengel Gabriel« lässt der Autor den Engel der Verkündigung berichten, was am Anfang aller Dinge geschah und wie es zum Sündenfall und damit zum Bösen auf Erden kam.

Ausklang des Bandes sind Kurzgeschichten sowie einige Gedichte auf Türkisch, der Muttersprache des Autors.

Großartig ist das Titelbild des Buches, das von dem chinesischen Illustrator Wie Chen stammt und ein von Kolibris umschwärmtes lesendes Mädchen zeigt.

Insgesamt ist das vorliegende Werk eine beachtenswerte Probe eines heranwachsenden Talents, das Anerkennung verdient.


Genre: Lyrik
Illustrated by Kindle Edition
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