Investitionen in die Zukunft

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Duisburg gibt die Schriftenreihe der Duisburger Denkmalthemen heraus. Dies hier ist deren Nummer 9.

Sie stellt eine historische Abtei im (heutigen) Nordteil Duisburgs vor, die in unseren heutigen Tagen eine Renaissance erlebt und auf dem guten Wege ist, wieder ein geistig-geistliches Zentrum zumindest für die örtlichen Katholiken zu werden.

In dem vorliegenden und hier besprochenen Heft wird im Wesentlichen die Siedlungs- und Baugeschichte der Abtei Hamborn sowie die Erweiterung des Klosters und seine Renovierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts beschrieben.

Dabei stehen nicht so sehr theologische Fragestellungen im Vordergrund. Eher weltliche, architektonische wie bauliche Gesichtspunkte werden behandelt, denkmalschützerische Gesichtspunkte sind wichtig.

Heimatforscher werden ihre helle Freude an dem Heft haben, zumal dann, wenn ein kirchlich-katholisches Interesse hinzukommt.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Prämonstratenser-Abtei Hamborn

Die Prämonstatenser-Abteil ist ein kirchlich-katholisches Zentrum im nördlichen Duisburger Stadtteil Hamborn. Seine Geschichte reicht bis ins 1. Jahrtausend nach Christus zurück.

Horstkötter beschreibt – wie es sich für einen klassischen Kunstführer gehört – die Geschichte des Gotteshauses sowie des Stadtteils, die Architektur und Innenausstattung, wozu auch die Sakralgegenstände gehören.

So entsteht ein guter Eindruck von dem klösterlichen Leben, das sich inzwischen zu einem kulturellen Leben im Norden Duisburgs entwickelt hat. Die Ausführungen werden von diverse Fotographien ergänzt, so daß der Leser auch einen optischen Eindruck von dem Gebäude bekommt.

Hier liegt gute, duisburgbezogene Literatur vor. Hinsichtlich Aufmachung und Inhalt erinnert sie an die Hefte, die etwa beim Deutschen Kunstverlag oder Schnell & Steiner Verlag erhältlich sind.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Stipendium Vordemberge – Gildewardt

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Die dazugehörige Kunstpräsentation war vom 12.10. – 18.11.2014 im KiT am Rande der Düsseldorfer Altstadt zu sehen.

Das Katalog stellt die beteiligten Künstler anhand ihrer Biographie, zumeist auch anhand eines Fotos und anhand einer künstlerischen Annäherung vor. Außerdem werden die ausgestellten Kunstwerke gezeigt.

Unter formalen Gesichtspunkten liegt hier ein durchschnittlicher Ausstellungskatalog vor.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag Düsseldorf

Evangelische Kirchen und kirchliches Leben in Düsseldorf

Dieses Buch ist im Auftrag des Kirchenkreisverbandes Düsseldorf herausgegeben worden. Helmut Ackermann, Prof. Oskar Gottlieb Barr, Dr. Martin Gerlach, Dr. Karl Bernd Heppe, Oliver Karnan, Dr. Dietrich Meyer, Dr. Rudolf Mohr, Konrad Seidel und Martin Tischler beschreiben als Autoren die vielen evangelischen Kirchgebäude in der heutigen nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, aber auch den Kirchenkampf im Dritten Reich, Diakonie, Erwachsenenbildung sowie die örtliche Kirchenmusik, um nur einige Beispiele für die Themenvielfalt zu benennen.

Die Kirchen werden mit einem Textteil auf den Seiten mit den geraden Ziffern sprachlich vorgestellt. Auf den gegenüberliegenden Seiten mit den ungeraden Ziffern kommt ein großformatiges Farbfoto hinzu. Der Leser erhält so einen lebendigen und ansprechenden Eindruck von Geschichte und (architektonischer) Gegenwart evangelisch-kirchlichen Lebens in Düsseldorf.

Am Ende des Buches werden die benutzten Fach- und Fremdwörter erklärt. Dieser Anhang rundet das hübsch gestaltete Buch ab.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Moscheen in Deutschland

Mertensacker war bis zu ihrem Tode 2013 Parteivorsitzende der Christlichen Mitte für ein Deutschland nach Gottes Geboten. Der Anti-Islamismus dieser kleinen Splitterpartei drück sich in Literatur wie dieser aus.

Ob Mertensacker theologisch, (religions-)geschichtlich oder politikwissenschaftlich vorgebildet war oder hier Halbwissen miteinander vermengt, sei einmal dahingestellt.

Für ihre Recherchen nutzt die Autorin jedenfalls Berichte in deutschsprachigen Tageszeitungen und Materialien islamischer Verbände. Vieles bleibt dabei diffus. Die Verfassungsschutzberichte von Bund und Ländern werden nicht berücksichtigt – zu Recht, weil sie damals ihr Augenmerk nicht auf den politischen Arm des Islam gelegt haben? Aussagen zu den wirtschaftlichen, ethnischen oder sozialen Strukturen in islamischen Vereinen werden leider nicht getätigt; es ist somit für den neutralen Leser schwierig, die hier getätigten Aussagen einzuordnen.

Literatur wie diese mag ganz im Sinne der Christlichen Mitte sein. Neben den methodischen Schwächen fehlt aber auch eine inhaltliche Fortschreibung, die erzählt, welche Aktivitäten der politische Islam bzw. Islamismus ab dem Jahre 2000 entwickelt hat.

Mertensacker ist inzwischen verstorben. Es ist nicht ersichtlich, ob es auf parteipolitischer Ebene noch jemanden gibt, der parteipolitische Literatur herausgibt,.


Genre: Politik und Gesellschaft
Illustrated by Selbstverlag

So schmeckt Lebensfreude

Berentzen ist ein bekanntes Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Es stellt Spirituosen her. Berentzens „Appel“ kann durchaus als das populärste Produkte aus dem Hause durchgehen.

Der Unternehmensrückblick in Buchform beschränkt sich dabei nicht nur auf firmengeschichtliche Informationen. Dank des Einblicks in unsere Trinkkultur wirken die Ausführungen sehr lebendig und haben auf diese Art und Weise auch einen werbenden Charakter für das Unternehmen.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag München

Bayer 150 years science for a better life

Bayer ist uns heute als bedeutendes Chemie-Unternehmen aus dem rheinischen Leverkusen bekannt. Bayer ist international aufgestellt und beispielsweise in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft tätig. Entstanden ist der Konzern ganz bescheiden in Barmen, einem heutigen Stadtteil von Wuppertal.

Das Buch ist eine Mischung aus Geschichtsbuch und Imageprodukt. Natürlich werden historische Fakten genannt. Sie sind aber in Hochglanzausführungen eingebettet, die dem Ansehen des Konzerns dienen sollen. So werden beispielsweise bedeutende Persönlichkeiten (wie etwa Forscher oder Personen aus der Führungsebene) und die umfangreichen Forschungsaktivitäten vorgestellt. Der Leser erhält so (auch) einen Einblick in die Geschäftspolitik des Unternehmens.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Jupp Rübsahm 1896 – 1976

Jupp Rübsahm ist ein (heute vergessener) Künstler aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Er betätigte sich als Bildhauer, Maler und Zeichner.

Rein formal ist das Buch in zwei Teile gegliedert. Zuerst führen Autoren wie Jutta Pitzen, Margret Cordt und Hans D. Fleischhauer in Leben und Werk des Künstlers ein. Die Ausführungen werden durch Abbildungen illustriert. Fast noch ausführlicher ist das Werkverzeichnis als zweiter Teil des Buches.

Die „Stiftung der Sparkasse Krefeld zur Förderung der Natur und Kultur im Kreis Viersen“ gibt mit diesem Buch Band 1 aus der Schriftenreihe „Leben und Werk niederrheinischer Künstler“ heraus. Dies ist allein schon deswegen aller Ehren wert, weil Rübsam heute faktisch vergessen ist. Welche Ausstellung erinnert noch an ihn?

Der große Vorteil des Buches liegt in seiner guten Verständlichkeit. Der Künstler und sein Schaffen werden so lebendig vorgestellt, daß auch der kunsthistorische und kunstwissenschaftliche Laie einen guten Eindruck von Rübsam bekommt.


Genre: Biographien, Memoiren, Briefe
Illustrated by Selbstverlag

Paulus-Kirche Hamm

Die evangelische Pauluskirche in Hamm / Westfalen ist eine Kirche, deren Wurzeln im 13. Jahrhundert liegen.

Die vorliegende Publikation stellt die Geschichte anhand der Baugeschichte und Ausstattung vor. August Babe heißt der Autor der Texte. Er kann hier natürlich kein fachwissenschaftliches Werk (z. B. kunst- und kulturgeschichtlich, religionswissenschaftlich, kunstwissenschaftlich) vorlegen; die Broschüre wendet sich eher an Leser, die einen Bezug zu dem Gotteshaus haben und auf diesem Wege ein paar zusätzliche Informationen erhalten.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Die Reformationskirche in Hilden

Dr. Ernst Huckenbeck aus Hilden ist der Autor dieser Broschüre. Ausgehend von der 800-Jahr-Feier des evangelischen Gotteshauses 1936 stellt er dessen Geschichte vor, soweit es für einen Heimatforscher möglich ist.

Zu hohe Ansprüche sollte man also nicht an den Textteil hegen. Die Ausführungen wenden sich an eine durchschnittliche Leserschaft vor Ort. Die Texte werden durch Schwarzweißfotos, Zeichnungen und historische Dokumente ergänzt.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

OVAG von 1949 bis 1969

Kurz vor der Jahrtausendwende konnte die Verkehrsbetriebe aus dem oberbergischen Land einen runden (nämlich 50.) Geburtstag feiern. Alfred Nehls und Karl Heinz Schütz beschreiben in dieser Publikation nicht nur die eigentliche Firmengeschichte, sondern gehen auch auf deren Wurzeln ein, die – großzügig gerechnet – bis in Kaisers Zeiten zurückgehen.

Was Inhalt und Aufmachung anbelangt entspricht das Hefe dem Niveau, das wir aus vergleichbaren Veröffentlichungen gewohnt sind. Die Ausführungen geben einen guten Überblick über die örtliche Unternehmensgeschichte und werden durch historische Fotos ergänzt.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Miniaturen und Inkunabeln

Eigentlich liegt hier ein Ausstellungskatalog vor. Die Ausstellung „Miniaturen und Inkunabeln“ war vom 13. Dezember 1998 bis 21. März 1999 in dem prominenten niederrheinischen Museum zu sehen.

Als Nr. 8 der Schriftenreihe Museum Kurhaus Kleve – Ewald Matare Sammlung ist das Druckwerk aber auch heute noch erhältlich.

Der Katalog beschränkt sich darauf, auf den Seiten mit den ungeraden Nummern (zumeist in Farbe) die ausgestellten mittelalterlichen Handschriften vorzustellen und auf der gegenüberliegenden Buchseite (also der mit den geraden Nummern) die dazugehörigen technischen Daten anzugeben.

Enttäuschend dabei: Guido de Werd sagt im Vorwort zwar ein paar Takte zur Ausstellung. Miniaturen und Inkunabeln werden aber nicht weiter erklärt. Allgemein gesprochen: Was sind Inkunabeln? Worin liegt ihre Bedeutung (für die Menschen damals, für uns heute)? Wie werden sie hergestellt. Wofür werden sie genutzt?

Im Besonderen: Was ist an den hier präsentierten Miniaturen und Inkunabeln besonders? Wie sieht die Geschichte dieser mittelalterlichen Handschriften aus?

Der Verein vertut hier als Herausgeber die einmalige Gelegenheit, historisches und regionalwissenschaftliches Wissen zu vermitteln.


Genre: Dokumentation
Illustrated by Selbstverlag

Christliche Kultur und Geschichte

Hier liegt eine Veröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg vor. Der Titel des Buches ist dabei etwas irreführend. Inhaltlich beschreibt das Buch sehr oberflächlich, wie Politik und Religion = Christentum in der Weltgeschichte miteinander verquickt waren. Inhalte werden hier genausowenig vermittelt wie wichtige Persönlichkeiten oder Kirchen vorgestellt. Regionale oder gar lokale Bezüge finden sich hier nicht.

In religions- und kirchenfernen Regionen wie den ostdeutschen Bundesländern mag ein solches Buch Sinn machen. Dort vermittelt es Grundlagenwissen. Woanders kann ein solches Buch allein schon wegen seines fehlenden Tiefganges als überflüssig angesehen werden.


Genre: Kulturgeschichte
Illustrated by Selbstverlag

Die ehemalige Jesuitenkirche Maria Immaculata zu Büren

Büren ist ein Ort, der vielen Menschen so ziemlich unbekannt sein dürfte. Die ehemalige Jesuitenkirche Maria Immaculata ist dort allerdings ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Der Westfälischen Heimatbund gibt die Schriftenreihe „Westfälische Kunststätten“ heraus. Hier liegt deren Nummer 74 vor.

Der Lippische Heimatbund und der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz geben vergleichbare Schriftenreihen heraus. Formal und inhaltlich bewegt sich das hier besprochene Heft auf deren Niveau. Es beschreibt die allgemeine und Baugeschichte des Gotteshauses sowie seine Architektur und Ausstattung. Die beigefügten teils großformatigen Fotos sind leider teilweise nur in Schwarzweiß. Bilder – so sagt man – sagen mehr als 1.000 Worte; in Farbe hätten die Bilder die Schönheit der Kirche schon besser und vor allem anschaulicher vermittelt. Der Informationsgehalt ist sicherlich hoch und allgemeinverständlich gehalten.

Wer sich für die örtliche Geschichte von Büren und regionale Geschichte von Westfalen interessiert, hält hier sicherlich ein gelungenes Heft in den Händen.


Genre: Volkskunde und Brauchtum
Illustrated by Selbstverlag

Bad Westernkotten

Bad Westernkotten ist ein Stadtteil von Erwitter und liegt etwa 70 Kilometer östlich von Dortmund. Der Ort wird in Heft 81 der Schriftenreihe „Westfälische Kunststätten“ beschrieben; diese Schriftenreihe wird bekanntlich vom Westfälischen Heimatbund herausgegeben und ist dort auch erhältlich.

Mit 52 Seiten ist das Heft ungewöhnlich umfangreich. Was möglicherweise auch daran liegt, daß hier mal nicht ein einzelnes Gebäude, sondern ein Ortsteil anhand historisch interessanter Gebäude vorgestellt wird.

Das Kurhaus einschließlich des Kurgartens wird hier vorgestellt, die Hellweg-Sole-Themen, die Schäferkämper Wassermühle, die katholische Pfarrkirche St. Johannes, um nur einige Beispiele zu benennen.

Das Heft ist hübsch gemacht und könnte glatt von der örtlichen Touristeninformation stammen. Dafür fehlen zwar die Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten; ein gewisser Werbeeffekt ist aber nicht zu übersehen. Hübsch gemachte Farbfotographien ergänzen den Textteil.


Genre: Volkskunde und Brauchtum
Illustrated by Selbstverlag